Page 33 - Airpower in 20th Century - Doctrines and Employment
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Austria



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            GeorG HoffMann - nicoLe MeLanie GoLL
            Neutraler Luftraum. Die Entwicklung und Zäsuren
            der Österreichischen Luftstreitkräfte in der Zeit

            des Kalten Krieges (1955-1990)



                m Jahr 2007 landete der erste Eurofighter „Typhoon“ in Österreich, das bisher
                modernste Kampfflugzeug der Österreichischen Luftstreitkräfte und leitete damit
            Ieine neue Ära ein. Der Ankauf dieses Flugzeuges sowie dessen Implementierung
            sorgten in Österreich für eine sehr kontrovers geführte öffentliche Debatte, die im
            Wesentlichen die Rolle beziehungsweise die Aufgabenfelder der Österreichischen
            Luftstreitkräfte im Fokus hatte.  Die Fragen, die dabei aufgeworfen wurden, thema-
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            tisierten vor allem die Landesverteidigung im Luftraum und deren Sinnhaftigkeit in
            einer Zeit, in der die Bedrohungen des Kalten Krieges nicht mehr existent waren.
            Der Blick der Öffentlichkeit glitt dabei vielfach in die Vergangenheit zurück; zu
            ähnlich stark diskutierten Rüstungskäufen, nicht bewältigten Kriseneinsätzen und
            reformbedingten sich verändernden Strukturen. In dieser Betrachtung trat dabei ein
            sehr wesentlicher Punkt zutage: Die Existenz von Luftstreitkräften und deren Aufga-
            ben im Luftraum sind in Österreich keineswegs selbstverständlich, sondern benöti-
            gen den jeweiligen Gegebenheiten „angepasste“ Definitionen und Rechtfertigungen.
            Dieser Umstand machte sich auch bei Ankauf und Einführung des Eurofighters be-
            merkbar, der von politischer Seite sehr bald den Beinamen „Neutralitätsfighter“ be-
            kam. Es sollte dies wohl eine rhetorische Anspielung auf die Kernaufgaben sein, die
            dem Flugzeug zugedacht waren – die letztlich aber eine, zu diesem Zeitpunkt noch
            stärker geführte Neutralitätsdiskussion anfachte.  Dennoch war mit der Verbindung
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            von Neutralität und Luftraum ein Bereich thematisiert worden, der grundsätzlich
            seit 1955 keiner zufriedenstellenden Lösung zugeführt worden war, denn: Schützt
            die Neutralität nun den Luftraum oder muss die Neutralität im Luftraum geschützt
            werden? Für diese sehr zentrale Fragestellung gab es in der Zweiten Republik wohl

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               Mag. phil., geboren 1979 in Graz (Österreich) ist wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Insti-
               tut für Geschichte (Zeitgeschichte) der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Mitglied des Dok-
               torandenkollegs der Andrássy Universität Budapest. Mag. Hoffmann ist Milizoffizier der Österreich-
               ischen Luftstreitkräfte. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Luftkriegsforschung, Militärgeschichte
               des 20. Jahrhunderts, NS-Täterforschung.
            **   Mag . phil., geboren 1982 in Graz (Österreich) ist wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Insti-
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               tut für Geschichte (Zeitgeschichte) der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Mitglied des Dok-
               torandenkollegs der Andrássy Universität Budapest. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Luftkrieg
               (Erster/Zweiter Weltkrieg), Erster Weltkrieg (Südwestfront), Tradition.
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               Zur Debatte rund um den Wahlkampfslogan der SPÖ „Neutralitätsfighter statt ÖVP-Kampfbomber“
               vgl. u.a. Standard-Interview: Molterer will Steuersystem umbauen, Der Standard vom 24.08.2007.
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               Vgl. u.a. Neutralität ist nur noch ein Mythos, Der Standard vom 01.09.2007.
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