Page 359 - 1992 - XVIII Congresso Internazionale di Storia Militare
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sichts ihrer mangclnden mìlitirischen Vorbereirungen und ihres Mangcls an Schiffs.
raum den Krieg zu vermeiden. Die Siege Hiders in RuBiand, so bcrichccre er im
juli. ha ben evemuclle U.S. Triiume vom billigen Sieg unrer Aufopferung Englands
zerissen. Die Kriegsgegnet hiitren die Ùberhand und vereirelten Roosevelrs Plli.ne.
Oberdies sagre er zur Beruhigung, die Amerikaner seien "primitive Srraregen",
ein Ausdtuck ebenso unklar wie der von il1m ofr gebrauchrc Terrni.nus "Drahrzie-
her". Das Pachr-leih-Gcserz vom 11. Marz 194 L, das di e geserzlichc Grundlage
fiir umfangreiche Hilfslieferungen a.n alle Kriegsgegncr Deurschlands sc.huf, c.ha-
rakrerisierre er als das Wcrk )udlschcr "Drahr:deher'', das die Milidirs ablehnren.
Es besrehe kein Grund zur Beunruhìgung, da es unmoglìch se!, die ganze Wdt mir
Kriegswaffen zu befrìedigen un d gleichzcicig dic eigenc Sclbscveneilung zu sichern.
Allcs sei Bluff. In der Tar vermied Roosevelt damals noch wegen der Kriegsunwil-
ligkeic der amerikanischen Bevolkerung das direktc Engagement und half lieber
den von Deurschland undJapao Beddingrco rnarcricll. .Bocrtichcr scure immer gro·
6eres Vercrauen in die amcrikanischen Generale und glaubu: i.iber Lindbergh und
den Hoover-Krcis zur Verlangsamung der amerikanischen Aufrustung beigccragen
zu haben. Der "ki.ihl rcchn~nde U.S. Generalstab" sche dic Dingc niichccrn und
wisse, d11.B cine Lnndung in Buropu unrnoglich, ihre Lufmreirkrafcc nntiquicrt und
die SchitTsvcrluscc ~u hoch seln wi.irdcn. Zwar srellre er fese, daB di e Marine anders
dcnke, aber diesc hnbc sich den Machcen der Finsternis angcschlossen. Die Zwi-
schenfalle im Arlantik, dic be;:cugren, das clic U.S.A. sich fakdsch schon im Kriegc
mit DeucschlMd bcfanden, ignorierrc er. Dic U.S.A. seicn zu schwach rùr eincn
Kri~g. Roosevelt wolle sich mie scincr Verkundung des narionalen Nocsrandcs nur
nls scarker Mann zeigen . . Er sci cin Pnralytikcr. Oie lnicintive liege bei Dcursch-
land, di e U.S.A. konncen nichcs uncernchmen. Si c konncen auch nicht das "Arse·
nal der Demokrarie sein", weil !hnen der Zugang zu den Rohsroffen dcs Fcrncn
Osrens verschlosscn sci. Der Kricg mit der Sow)etunion verschiirfe dic amcrikani·
sche Lage.
Die Adami.k-Konfercnz zwischen Rooscvelr und Churchill kommentierrc Bocr-
richcr als Schimpferei und GroBsprecherei. Sie sei ohne Einflua auf dcn Kricg und
sol le nur vercuschen, daB Deutschla.nd den Wenlauf mir der Zeic gewonncn ha be.
Eine lnvasion konne vor 1.944 nicht ins Auge gef.1.Bt werden. Die amerikanische
Produkcion konnc d.ic deucsche niemals einholen. Noch am 15. N ovcmbcr 1941
gluubce er nicht an cincn Kricg der U.S.A. mitjapan, f\lcince aber,Japan blockiere
die amerikanische Politik erfolgreich <3S>.
BMtticher warnre aJierdings auch vor ciner d«!utschen Einmischung in Suda·
meri.ka wie die Diplomaren. Seine Bcrichr.e lassen nur schwer erkennen, was er ei-
gentlich meinr. Sie beruhcn auf dem Gla.ubcn an den schnellcn Sieg Dcucschlands,
der aUerdìngs damals noch in Amerika scark verbreircr war, und vcrmlschcen Ver·
harmlosungen mie Ùberucibungcn, Fakten mie ideologischcn Voruneilen in bu.n-
ter und ofc ermi.idcnder Polgc. Sie sind gekennzeichner durch eine srarkc
Ùbeme.ibung der amerikanisdlen Zuruckhaltung und des polirischen Einflusses

