Page 355 - 1992 - XVIII Congresso Internazionale di Storia Militare
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sich erschiipfen, da so viele unserer Gegner ihre ganze Rectung in militarischer,
fìnanzielle.r un d marerielle.r Hinsicht allein in Amecika erblickren (2.))_ Arbeitc:r und
einfachc: Soldaten sahen d.ie dc:utsche Unterlegenheir eher als die Offiziere. Unrer
dc:n Wissenscbafdern war es besonders der HistOriker Hans Delbriick und der Po-
lirologe Ernsr Jackh, die davon warnten, dcn Kriegseimrict der U.S.A. als milira-
risch bedeurungslos zu betrachren (261.
lnsgesamr lii3t sicb sagen, da3 die Mehrheit der deutschen polidschen, wirt·
schafdichen und militiirischen Fiihrungskrafte das amerikanische Kriegsporencia.l
nicht oder nichr- rechrzeitig erkannren, ihre Erkennmis dann aber unrer Auswei-
chen auf den ii.berlegenen deucschen Kampfgeisr verdrii.ngten oder i.n Unkennmls
Amerikas iiberhaupr nur auf diesen venrauten · ein lrrrum, der zum. Zusammen-
bruch 1918 fUhrte.
Kommen wir nun zum Zweiren Weltkrieg. Bis 1941 harre der Fakror U.S.A.
keine besondcre Auswirkung auf di e deutsche Au6en- und Milicii.rpolicik. Hider
verrraure auf den amerikanischen Jsolationismus, den er durch die Neurraliriitsge-
setze besrarkt sah, und glaubce 1941 nicht an eine amerikaoische lnvasion Euro-
pas; er war vie! zu sehr mit Europa und der Sowjerunion beschafcigr. 1939 har(e
er jeglichen deurscheo Angriff auf die U.S.A. als "kiodisch und groresk" abgelehnr,
1940 und 1941 hochsrens mù dem Gedanken deurscher Langsrreckenbomberan-
griffe auf die U.S.A. von den Azoren aus gespielt und sich ein Vorgehen gegen die
U.S.A. fUr dic: Zeir nach Erledigung der Sowjerunion vorbehalren. Bis dahin woU•e
er jederKonfroncarion mir den U.S.A. ausweichen. Gefahr von den U.S.A. sah er
dam.als erse ab 1970-1980. Ob er sich mir Europa zufrieden gegeben hiirre, isr eine
Frage der Spekuladon. Da er gleichzeicig in seinen laogfristigeo Absichten konscaot,
takdsch jedoch flexibel war, ist nicht auszuschlleBen, daB er bei geeignerer Em-
wicklung auf dem Konrinem auch den Kampfgegen die U.S.A. aufgenommen hiitre.
Zunichsc jedoch belie6 er es beim Versuch, die U.S.A. indirekt durch Japan und
den Dreirniichtepakr zu binden, so da6 ihre Hilfe flir England sich nichr voli auf
dern europiiischen Kriegsschauplarz auswirken konme t2JJ. D ies war der leirende
Gesichrspunkr hinrer seiner Kriegserkliirung an die U.S . .A. vom. I l. Dezember 1941
und seiner emhusiascischen Aufnahme der Vecwicklung Amerikas in den Krieg durc:h
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den japaruschen Angdff auf Pearl Harbour vier T age friiher ( >. W o a ber Pearl
Harbour lag, das wu6te im Sperclcreis l der Wolfsschanze, Hirlers Hauprquarrier,
niernand, als der Dikraror dana eh fragte, und im Welu:machclùhmngssrnb wu6ce
es nur der Ersre Admiralstabsoffìziert291.
Die Frage nach der Ignoranz hinsichdich der geographischen Verhalmisse der
U.S.A. fiihrt zur l'rage oach der RoUe, die dic U.S.A. im Kalkiil Hirlers spielren,
und nach der Einschatzung der U.S.A. du.rch dìe politìsche und miliriirische Fiih-
rung des Orirren Reiches. ·
H.ider war landor.iencierr. auf die Gewinnung von lebensraum im Osteo lì-
xien. Dahe.r srand Amerìka n.icht im Mìctclpunkr seines lmeresses und begriff er
dieRolle der U.S.A. nicht. Sein SreUvenrerer HeB und Prof. Haushofer hacten ihn

